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Franky von Fußball

Ein Mann steht am Pfandautomaten. Die Stelle, an der die Einkaufswagen in den Warenbereich geschleust werden muss, entspricht der Stelle, an der man steht, wenn man den Automaten füttert. Pattsituation im Supermarkt. Wenn ich mit Einkaufswagen rein will, muss ich den Mann also ansprechen. Will ich aber nicht. Ich kenn ihn nicht und möchte auch, dass dem so bleibt. Ich nuschel trotzdem ein ’schuljdun‘ in seine Richtung. Er dreht sich um, sieht mich verwundert an und sagt ‚Allo‘. Ich nutze die Gunst des Augenblicks und husche in den Laden. Schnell in den nächsten Gang, damit er mich bloß nicht sieht. Das ist natürlich etwas albern, denn wenn man mich mal wahrgenommen hat, dann kann man mich ja kaum noch übersehen.
Schließlich passiert es doch ich suche gerade meine Lieblingspizza ganz unten in der Kühltruhe, als er mich mich französischem Akzent anspricht. „Steffi, kann sein?“
Es folgt die Szene, in der es behauptet, dass wir uns kennen, ich dies bezweifle, er sicher ist, dass Salsa unsere gemeinsame Leidenschaft sei, was ich aber bezweifle, er mir erzählt, dass er aus Ghana kommt, das nehme ich hin, er mich auf französisch fragt, ob ich diese Sprache spreche, dies lehne ich kategorisch ab, schließlich erzählt er mir er sei Fussballlehrer.

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Der Franzose

Letzte Woche hat der der Franzose (=Imbiss mit franz. Brothintergrund)  an der Ecke den Besitzer gewechselt. Man munkelt, dass der Franzose kein Franzose mehr ist. Baguette gibt es trotzdem.

Heute früh thronte ein Mann mit ungepflegtem Vollbart vor dem Laden. Auf dem Nebenthron lungerte eine dürre Frau mit ungepflegtem Blondschopf. Beide sind wohl das neue Gesicht des Nichtmehrfranzosen

Erster Eindruck: Ich möchte von diesen Menschen weder Essen serviert und schon gar nicht zubereitet bekommen.

Anscheinend hab ich bei diesem Gedankengang recht geglotzt. Der Bartträger hat nämlich zurückgeglotzt. Um einigermaßen gut aus der Sache rauszukommen habe ich ihm ein „Gudn Morn“ zugenuschelt.

Das war sein Einsatz: „Sind sie Fußballspielerin?“ – „Äh, nein“ – „Achso, schad! Aber sie sehen der Steffi, wie heißt sie?“ – „Hmmm puuuh, weiß nicht?“ – „Jones! Ja der sehen sie sehr ähnlich.“  – „Ach? Schönen Tag noch!“

Zweiter Eindruck: So lala, aber ganz vielleicht probiere ich das Baguette ja mal.

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