Der Diamant

Es war ein schöner Abend. Eine Freundin feierte ihren Geburtstag. Die meisten Gäste waren bereits gegangen und auch die Gastgeberin hatte sich soeben verabschiedet. Mein Getränk wollte ich noch eben austrinken und dann auch zusehen, dass ich nach Hause komme. Schließlich war es schon gegen 23 Uhr an einem Freitagabend!

Doch dann setzte sich ein nett aussehender, sehr gut gekleideter junger Mann vor mich. Er war mir vorher bereits in einer Gruppe glotzender und tuschelnder Männer aufgefallen. Anscheinend hatte er die Münze gezogen, den entscheidenden Schritt zu tun.

Er siezte mich. Er kam aus Düsseldorf. Er war mit seinem Kollegen in München um hier auf der Schmuckmesse Inhorgenta Diamanten zu verticken. Er war überzeugt, dass der Laden, in dem wir waren, typisch für München sei. Und er war unglaublich schlau. Er war der Diamant.
Wir hatten schnell geklärt, dass ich es nicht bin. Das hinderte ihn nicht daran mich ca. eine Stunde lang in ein Gespräch zu verwickeln. Los ging es mit meinem Lieblingsthema: Migrationshintergrund. Ich durfte dann auch raten wo er denn herkam. Er war osmanisch-türkischer Syrer. Aus Düsseldorf. So eine aufrgende Migrationsgeschichte konnte ich nicht erzählen. Meine beschränkt sich auf den Tag meiner Geburt. An diesem Tag bin quasi emigriert. Aus dem Mutterleib nach München. Und seitdem bin ich hier und gehe hier auch nicht weg. Selbst diese spannende Geschichte hat Semi (wir siezten uns noch immer, sprachen uns aber mit Vornamen an) nicht ausreichend gelangweilt um das Gespräch zu beenden. In der folgenden Stunde habe ich glaube ich seine gesamte Lebensgeschichte erfahren. Außerdem weiß ich nun alles über die privaten Goldbestände der Deutschen. Der Höhepunkt des Gespräches war die Frage nach meiner Lieblingspolitikerin. So langsam fühlte sich das wie ein Vorstellungsgespräch an. Und das um Mitternacht nach einigen kleinen Bierchen. Das nächste Mal wird die Antwort auf diese Frage Sahra Wagenknecht lauten. In der Hoffnung, dass der Gesprächspartner die Flucht ergreift. Vielleicht lass ich solche Scherze aber auch lieber. Schließlich hat Frau Wagenknecht ja einiges an Migrationshintergrund.

Soundtrack:

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Fotoprojekt – I’m not a look-alike

Ein kleiner Hinweis auf ein nettes Projekt des Fotografen François Brunelle. Die Süddeutsche hat ein paar Fotos aus seiner Sammlung zusammengestellt. Sehenswert!

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Die PR-Tante

So eine habe ich jetzt auch, denn eine PR-Tante ist wirklich praktisch. Ich wünschte ich hätte immer eine dabei. Neulich hat sie sich als wirklich hilfreich erwiesen. Das war auf dem Oktoberfest im Bierzelt. Da mir die PR-Tante verboten hat mich mit nichtakkreditierten Menschen zu unterhalten, habe ich ihr das Reden überlassen und mich zu meinem Maßkrug zurückgezogen. Eine ungewohnte aber dennoch angenehme Situation. Guido (gesprochen Gu-i-do) wollte nämlich irgendwas von mir. Was genau habe ich zum Glück nicht herausgefunden. Nach dem Gespräch mit Guido und seinen Freunden erzählte mir die PR-Tante ein wenig bestürzt, dass die Herren meine Mitarbeiterin mit Küssen bestechen wollten. Küsse für ein Interview mit mir. Starker Tobak. PR ist halt ein dreckiges Geschäft.

Wer mit mir sprechen möchte, kann sich also gerne mit der PR-Tante in Verbindung setzen. Sie entscheidet ob und welche Termine ich wahrnehmen sollte und kümmert sich um den reibungslosen Ablauf öffentlicher Auftritte. Zu diesem Zweck und für allgemeine Kontaktanfragen ist sie erreichbar unter:  PR-Tante@howimetsteffijones.com

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Dirk – eine Lebenseinstellung

Letzter Spieltag der Saison 2011/2012. Aschheim. Halbzeit. Pause. Hunger. Thüringer! Da kann ich nicht vorbei. Der Grillmeister sieht mich, in seinem Gesicht geht die Sonne auf: „Na, wenn ham mer denn da!?“
„Na, nix da. Die Jessi und die ist hungrig!“ Kurz hat er noch protestiert und insistiert und mir dann aber bereitwillig und ohne weitere Autogrammwünsche mein Würstl in der Semmel überreicht. Ich beiß grad so hinein, habe wahrscheinlich Senf im ganzen Gesicht verschmiert, der erste Fleck auf dem Shirt ist vorprogrammiert. Spricht mich einer – ca. 40 Jahre alt – an. Er hat noch einen Freund dabei, aber der kann wohl nur nicken:
„Darf ich ein Foto machen!!“
„(Schmatz) – Nä, warum denn?“
„Jacky Jones, oder?“
(Senf tropft) „Wer is’n das?“
„Na Jacky halt! Jacky Jones! Foto? Bitte!“
„Nö, ich esse“
Es vergehen 10 Minuten.
„Sorry darf ich nochmal? War das vorhin nicht zu aufdringlich, oder? Ich dachte wirklich Du bist Jacky. Aber jetzt so – der Körperbau ist ja ganz anders. Man sieht das schon.“
Den anschließenden 5-minütigen Vortrag in vergleichender Anatomie lass ich jetzt mal lieber aus. Es stellt sich jedenfalls heraus, dass er generell ein großer Fan und Supporter ist. Vom FCB, dem HSV, von Jacky Jones. Von allem. Er hat ein Trikot dabei, für die Autogramme. Vorne Senf und Ketchupflecken. Dirk steht auf dem Rücken. Hinten unterschreiben die Männer. Immer. An der Säbener Straße. Immer. Aber ein paar Unterschriften fehlen ihm noch. Immer.
Und vorne dürfen die Frauen. Netterweise zieht er es zum Unterschreiben immer aus. Und er dachte, dass Jacky gleich unterschreiben würde, drum hat er sich extra aus seinem Shirt geschält.
Ich entschuldige mich für diese Unannehmlichkeit. Aber er sieht es gelassen. Später ist eh noch Autogrammstunde.

Dirk ist weg. Dafür nähert sich jetzt ein alter Bekannter – ca. 40 Jahre alt. Der war schon in Köln beim Pokalfinale und hat dort meine Schwester zugeschwallt. Und WTF!? Wir haben uns von ihm fotografieren lassen! Das muss er mir jetzt zeigen. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, aber er hat das Foto tatsächlich in mehrfacher Ausführung auf Fotopapier ausgedruck dabei. Und er muss ja jetzt nochmal fragen:
„Sie, äh Du, äh SieDu bist sind ja irgendwie verwandt, oder? Mit Frau Jones“
„Ähm, nein. Aber wir können schon gerne beim Sie bleiben“
„Achso. Ja weil irgendjemand hat das in Köln gesagt, dass Sie Du verwandt sind mit Frau Jones“ (Danke dafür.)
„Nein, besteht sicher kein Zusammenhang. Verwandte hab ich trotzdem.“
„Achso ja. Entschuldigung. Ich dachte halt… Aber ist ein schönes Foto, oder?“

Nach dem Abpfiff zieht es sich ein wenig bis zur Autogrammstunde. Während ich angestrengt überlege ob ich ein Foto mit dem Maskottchen Berni machen will, sortiert der Fotomensch aufgeregt seine heiligen Unterlagen. Fotos, Zeitungsauschnitte und andere Papiere. Ich entscheide mich gegen Berni. Ist ja peinlich. Für Berni, weil ich ja größer bin. Außerdem bin ich mittlerweile desillusioniert; ich habe gesehen, wie der Mensch im Kostüm aussieht. Ein ähnliches Gefühl hatte ich wahrscheinlich zuletzt, als ich herausgefunden habe wer der Nikolaus in Wahrheit ist.

Endlich gibt es Autogramme. Dirk steht mit dem Fleckentrikot und guter Laune mit seinem Kumpel in einer Schlange mit ca. 200 Kindern. Weiter hinten steht der Fotomensch.
Dirk ist fröhlich und als er endlich 15 Autogramme ergattert hat ruft er seinem Kumpel etwas hinterher: „HEY, DIRK…!“
Dirk! Die heißen wirklich beide so!? Geht denn das? Wahrscheinlich haben sie sich im Internet kennengelernt. Oder es war ein Gesuch im Wochenanzeiger? „Suche Dirk zur Autogrammjagd und Rumdirken auf dem Fußballplatz“
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Fotomensch auch Dirk heißt, geht ja gar nicht anders. Foto-Dirk hat inwischen natürlich auch noch seine Autogramme abgeholt. Außerdem hat er noch ein Ass im Ärmel: Einen Internetausdruck (ihr dürft jetzt lachen!) für eine der Spielerinnen des FCB. „Ich hab Dir hier was ausgedruckt. Aus dem Internet. Lies das mal durch. Ist ganz interessant was die Leute so schreiben.“ Was auf dem Zettel stand konnte ich sogar sehen. Es handelte sich um Kommentare aus Internet-Foren. Thema: Das Gastspiel jener Spielerin in einem bekannten Tiermagazin (irgendwas mit Bunnies). Wahrscheinlich besitzt er das Heft auch in mehreren Ausgaben und benutzt es um sich zu sortieren.

Mich stupst jemand von hinten an. Ich zucke zusammen. Ein Mann. Noch ein Dirk? Zum Glück, scheint er tatsächlich nur ein Vater zu sein. Er fragt ganz nett ob die drei Mädels hinter ihm (ich blicke in sechs Rehäuglein) ein Foto machen dürfen.
Drei Rehherzlein zerbrachen an diesem Nachmittag. Das war bitter. Im Hintergrund hüpfen Dirk und Dirk in ihren Trikots herum. Foto-Dirk sortiert seine Ausdrucke. Eine wirklich skurilie Situation. Ich hätte lieber noch sechs Dirks ertragen wollen, als die Mädels so zu enttäuschen. Ich habe ihnen angeboten trotzdem ein Foto mit ihnen machen, aber das haben sie dann abgelehnt.

Das Fazit dieses Nachmittags: Dirk ist nicht einfach nur ein Name – Dirk ist eine Lebenseinstellung. Der männliche Frauen-Fußbalfan – ca. 40-Jahre alt – wird einfach so. Das muss eine natürliche Entwicklung sein.
Besonders schön finde ich den Namen übrigens, wenn man ihn engl. ausspricht. Das klingt dann ungefähr so: http://bit.ly/OkVGpJ

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Wo fing das an, was ist passiert…?

Es war eines dieser großen Feste in der Muffathalle in München. So ganz genau weiß ich es nicht, aber ich schätze es war in einem der Jahre 2003/2004. Die Halle war gut gefüllt, die Musikauswahl annehmbar, die Stimmung ganz gut. Ich stand grad so rum. Es war wohl grad  Tanzpause, Trinkpause, Ratschpause oder ich hatte einfach nur Lust herumzustehen. Pinkelpause war nicht, weil ich war ja nicht auf dem Klo. Klogeschichten habe ich übrigens auch einige auf Lager. Bin mir aber nicht sicher, ob die jemand lesen will.

Ich stand also ganz unbedarft rum. Und da geschah es. Mich sprach jemand an. Unfassbar! Wahnsinn!! Ein Gefühl zwischen Euphorie und Panik machte sich breit. Wie sollte ich damit umgehen? Ich war ja vollkommen unvorbereitet. Wie unvorbereitet ich war wurde mir erst kurz danach klar.

Der Dialog muss ungefähr so abgelaufen sein:

„Spielst Du Fußball?“
„Hä?“
„Fußball?“
„Hä?“
„Ach so, sorry.“ (dreht sich um und geht)

Ich wusste gar nicht wie mir geschieht und was das sollte. Auf einer weiteren Party gab es dann enttäuschte Gesichter nachdem ich beschwören musste, dass mein Name nicht Steffi ist. Zu dem Zeitpunkt war mir der Zusammenhang zwischen diesem Namen und Fußball noch nicht bewusst. Aber Vorfälle dieser Art häuften sich und irgendwann wusste ich, dass es jemanden gibt, der Steffi heißt und Fußball spielt.

Das war dann auch schon die Geschichte vom Anfang. Ziemlich unspektakulär. Doch wer hätte gedacht, dass das der Anfang einer langen Geschichte werden würde?

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Die Absage

Bereits am 10.5. 2012 erhielt ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

Hallo Frau Davis,

vielen Dank für ihren offenen Brief an Frau Jones. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen sich einander ähneln. Offenbar auch in Ihrem Fall und dem von Frau Jones.

Damit verbunden sind durchaus unangenehme Fragen von unbekannten Personen. Wie Sie selber anfügen, kommt es aber auch zu positiven Treffen mit Fremden.

Bitte haben Sie Verständnis, dass Frau Jones einem Treffen eher skeptisch gegenüber steht und davon abrät.

Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute und hoffen, dass es die Anzahl der „nervigen“ Gespräche geringer ist, als ihre positiven Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen.

Vielen Dank für ihr Verständnis und herzliche Grüße

Deutscher Fußball-Bund e.V.
XYZ / Auszubildender
Direktion Frauen-/ Mädchen- und Schulfußball

Mein derzeitiger Lieblingsausdruck passt hier: Uiuiuiui!

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Klenzefest

Die Verkettung ungünstiger Ereignisse verursacht das erste Drama – wenn nicht sogar eine waschechte Tragödie – des Sommers 2012. Das Straßenfest in der Klenzestraße findet dieses Jahr nicht statt.
Wie es dazu kam lässt sich diesesm Artikel der tz entnehmen bit.ly/K6Dtq3 .

Das ist wirklich bedauerlich und ich bin mir sicher, dass das ein Indiz für den diesjährigen Weltuntergang ist. Denn der Ausfall des Straßenfest-Saisonauftaktes bedeutet konkret folgendes:

  • Das tradtionelle ausgedehte Frühstück am Feiertag fällt aus
  • Es gibt keinen fließenden Übergang vom Frühstück zum Sekt
  • Man wird weder seine Freunde, noch die vergessenen Freunde, noch (zu Recht) vergessene
    ehemalige Kollegen und Hinz und Kunz treffen
  • Keine Caipitüte (Sauerei!)
  • Keine betrunkenen Blondinen
  • Silvia Francesca verschont uns

Silvia Francesca – wer ist das eigentlich? Das ist eine Sängerin, die immer wieder gerne auf Straßenfeste eingeladen wird. Dort  verzückt quält sie das Publikum mit Schlagerparodien. Immer dabei ist ein Fanclub aus überwiegend weiblichen Fans mittleren Alters. Diese nehmen ihre Aufgabe sehr ernst und unterstützen ihr Idol stets mit Puscheln, selbstgebastelten Bannern und lautem Gequieke.

Wenn Silvia Francesca sich nicht auf der Bühne steht, gibt sie sich im Getümmel des Straßenfestes sehr volksnah und ist immer für einen Plausch zu haben. Da kann es schon mal passieren, dass man mit Menschen spricht, die gar nicht da sind. Vor ca. 3 Jahren hat sie sich mal mit Steffi Jones unterhalten, ein Pseudo-Autogramm auf einer Serviette erhalten und ihre eigene Visitenkarte verteilt. Es geht doch nichts über ordentliches Networking.

Was machem wir nun am Donnerstag? Ich denke über einen Flashmob nach. Man kann sich ja auch einfach so in der Klenzestraße auf eine Steaksemmel und ein Bier treffen.

Zum Abschluss noch ein kleiner audiovisueller Eindruck von Silvia Francesca:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=mzjd1wRITUI?rel=0&w=480&h=360%5D
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Die Fahrradtour

An einem Sonntag im Mai: Der blaue Himmel und die Wölkchen erschienen sehr einladend für eine spontane Radtour. Also rauf aufs Rad und los! Bereits nach 9Km gab es für mich das erste Eis. Übrigens ist der Kiosk in Grünwald ein Kiosk wie jeder andere Dorfkiosk. Ein Auffangbecken für alle, die Eis am Stiel und Bier und Schnaps (und eine Dusche) brauchen.
Nach der Eisstärkung ging es weiter durch den Wald. Hinter einer Biegung ging es bergab in Richtung Isar. Das Ende der Abfahrt ließ sich von oben nicht ausmachen, aber ich dachte mir, dass es ja so weit nicht bergab gehen könne. Und dann fuhr ich gefühlte 15 Minuten bergab. Nach ca. 7 Minuten und unzähligen qualvollen Gesichtern, die bergauf fuhren oder schoben habe ich überlegt gleich wieder umzudrehen.  Das ging aber nicht. Ich wusste, ja dass ich da nie wieder raufkommen würde. Also habe ich mir überlegt, dass es an anderer Stelle bestimmt einen Lift gibt. Oder ich fahre dann einfach unten wieder zurück. Oder ich springe auf ein Floß, oder kapere ein Schlauchboot. Guter Plan. Mir konnte also nichts passieren.
Unten angekommen war ich tatsächlich etwas panisch, denn wie ich jemals wieder heim kommen sollte war mir unklar. Also habe ich beschlossen tatsächlich unten am Wasser zurückzufahren. Das Schild mit dem Hinweis, dass der Uferweg für Fahrräder nicht geeignet sei, habe ich erfolgreich ignoriert. Und diese Ignoranz umgehend bereut. Ich besitze zwar so eine Art Mountenbike für Städter, aber für rieseige Schlammlöcher und Wurzelhürden sind weder mein Rad, noch ich geeignet.
Umkehren ging natürlich auch nicht. Also fuhr ich weiter auf dem leicht ansteigenden Mountenbiketrail. Die gröbsten Wurzeln waren überstanden, als ich an einer Weggabelung die Wahl hatte wieder bergab zu fahren, oder bergauf. Eine Gruppe Rentner stand auch ratlos an der Gabelung und hat gerade zwei Reiter mit riesigen Pferden befragt wo sie hinfahren sollen. Ich habe auf die Reiter gehört und mich für bergauf entschieden. Die Erzählungen von unten glichen der Hölle. Die Rentner wollten wohl dort hin.
Vom Ehrgeiz gepackt bin ich also bergauf gestrampelt. Gefühlte zwei Stunden lang (10 Minuten sind wahrscheinlicher). Auf dem Weg nach oben habe ich triumphal die zwei Pferde überholt, die von ihren Reitern freundlicherweise zum Stehen gebracht wurden.  Leider hatte ich diese dann direkt hinter mir und konnte mir somit nicht mehr die Blöße geben abzusteigen.

Irgendwann war ich dann oben. Nach Luft japsend bin ich beinahe vom Rad gefallen. Fast kotzend und wahrscheinlich dunkelrotlilabalssblau verfärbt hing ich über meinem Lenker.

Dann kamen Er und Sie: Eigentlich hatte ich bemitleidende Worte erwartet. Oder Erste-Hilfe-Angebote. Statt dessen rief er ihr entgegen, dass er gerade Steffi Jones gesehen habe. Steffi Jones. Im Grünwalder Forst. Halb tot auf einem Fahrrad. An einem Sonntag im Mai. Ich hätte das am liebstem kommentiert, aber mir blieb neben Luft nun leider auch die Spucke weg.

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Pokalfinale 2012

Unfassbar wieviele SMS und Nachrichten ich letzten Samstag zum Thema „Ich hab dich eben im TV gesehen“ erhalten habe. Habe mich aber auch über jede einzelne gefreut. Weil: Ich war ja wirklich dort. In Köln, im Stadion. Nur war ich wohl kaum im TV zu sehen. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich die Medaillen verteilt habe.

Ich werde mir das Spiel in der ZDF Mediathek nochmal ansehen. Sollte ich doch mal zu sehen sein, reiche ich einen Screenshot nach.

Kleiner Tipp am Rande: Die Reibekuchen im Kölner Stadion sollte man eher nicht probieren. Das sind Fettpuffer, die bestimmt schwer verdaulich sind. Ein Bissen hat mir gereicht.

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